Eigenheim: Investition oder Konsum?

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Ist ein Eigenheim eine Investition oder Konsum? Sollte man also lieber kaufen oder mieten? Das kommt wie bei vielem auf die individuelle Situation an, weshalb wir Ihnen in diesem Beitrag erklären möchten, welche Vor- und Nachteile beide Optionen haben.

Grundsätzlich ist es so, dass man zwischen emotionalen und finanziellen Gründen unterscheiden muss.

Das Eigenheim aus Investorensicht

Finanziell gesehen, kommt es dann darauf an, ob die Immobilie finanziert wird und wo sie sich befindet. Denn abzuraten ist davon, sich eine finanzierte Immobilie auf dem Land zu holen. Denn meist besteht hier ein großes Risiko, dass der Wert der Immobilie sinkt. So würden Sie mit dem Kaufpreis und Instandhaltungskosten über die Zeit deutlich mehr Geld bezahlen, als Sie durch einen Verkauf wieder einnehmen. 

Einen weiteren Nachteil merken Sie, wenn Sie eine weitere Immobilie, zum Beispiel zur Geldanlage, kaufen möchten. Durch den Kredit, den Sie für das Eigenheim abbezahlen, ist Ihre Bonität deutlich schlechter und Sie werden nicht so leicht wie vorher einen neuen Kredit bekommen. In diesem Fall ergibt es also mehr Sinn, sich zuerst Immobilien zur Vermietung zu kaufen, bevor Sie sich ein Eigenheim zulegen.

Aus Investorensicht, ist das also nicht sinnvoll. 

Und manchmal kann mieten auch günstiger sein als kaufen. Klar, auf den ersten Blick sind monatliche Bankraten meist günstiger als die monatliche Miete. Allerdings darf man dabei nicht vergessen, die restlichen Kosten einzurechnen, die der Vermieter zahlt. Ein großer Teil davon sind (umfangreiche) Instandhaltungen und Reparaturen. Wenn man diese mit einberechnet ist mieten unter Umständen tatsächlich günstiger als zu kaufen.

Das Eigenheim aus emotionaler Sicht

Allerdings kann es das auch wert sein, wenn es Ihnen wichtiger ist, ein schönes Zuhause zu haben und Geld dabei keine wesentliche Rolle spielt. In diesem Falle sollten Sie sich dem Risiko bewusst sein, jedoch kann es auch so eine emotionale „Investition“ sein.

Auf der anderen Seite geht damit natürlich auch ein höherer Stressfaktor einher, wenn man bei Problemen nicht einfach den Vermieter anrufen kann.

Die Kombination aus beiden Perspektiven

Und was ist, wenn man in der Zukunft vorhat (öfters) umzuziehen? Ja, man kann immer wieder Immobilien kaufen und verkaufen oder die alte Immobilie vermieten. So lassen sich Investition und Eigenheim verbinden. Denn nach drei Jahren ist ein Immobilienverkauf steuerfrei, wenn man über die Zeit selbst darin gewohnt hat. Allerdings ist dabei nicht zu unterschätzen, mit welchem Aufwand ein Verkauf der Immobilie(n) verbunden ist.

Wenn man diesen Aufwand auf sich nehmen möchte, ist das völlig in Ordnung und von unserer Seite aus auch zu empfehlen. 

Fazit

Grundsätzlich ist ein Eigenheim, rein finanziell, als Konsum, und nicht als Investition zu betrachten. Dennoch gibt es Fälle, in denen es durchaus nachvollziehbar ist, wenn man sich ein Eigenheim zulegt. Vor allem, da Eigenheime im eigenen Leben einen hohen (emotionalen) Stellenwert haben können.

Teile den Artikel

Teilen auf Facebook
Teilen auf Twitter
Teilen auf LinkedIn
Teilen auf Pinterest

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Beiträge