Lohnen sich Airbnb & Co?

YouTube

Mit dem Laden des Videos akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von YouTube.
Mehr erfahren

Video laden

Lohnt sich Airbnb? In diesem Beitrag wollen wir Ihnen einmal die Kalkulation einer Airbnb-Vermietung anhand einer Wohnung in der Eifel näherbringen. Denn es gibt einige Unterschiede zwischen Ferien- und Langzeitvermietungen, die man beachten sollte.

Die Immobilie

Die Immobilie, die wir für diese Kalkulation nutzen ist ein reales Beispiel. Sie befindet sich in Mehren, in Rheinland-Pfalz, und wird aktuell (Dezember 2021) von unseren Kollegen von Marvin Jeske Immobilien vertrieben.

Die Wohnung hat 60 Quadratmeter und kostet 130.000 Euro. Die Gegend ist bei Reisenden aus Deutschland und den Benelux Ländern und beliebt für ihre Natur und den nur etwa eine halbe Stunde entfernten Nürburgring.

Anschaffung

Neben dem Kaufpreis von 130.000 Euro fallen bei einem Immobilienkauf in Rheinland-Pfalz noch etwa 10 % Kaufnebenkosten an. Diese setzen sich zusammen aus den 5 % Grunderwerbsteuer, etwa 3,5 % Maklerprovision sowie grob 1,5 % für die Notargebühren und die Grundbucheintragung. In diesem Beispiel belaufen sich die Kaufnebenkosten also auf etwa 13.000 Euro. Um die Wohnung für die Vermietung vorzubereiten, fallen weitere Kosten für ggf. die Instandsetzung sowie das Mobiliar an. Unsere Beispielwohnung wurde vor etwa 2 Jahren Kernsaniert. Daher rechnen wir mit etwa 25.000 Euro für die Einrichtung. Dazu gehören Möbel, eine Küche sowie Kleinigkeiten wie Teller, Besteck und Handtücher.

Einnahmen

Durch Recherche auf den gängigen Portalen haben wir uns auf einen durchschnittlichen Preis von 75 Euro pro Nacht geeinigt. Dabei ist zu beachten, dass es in den meisten Gegenden saisonbedingte Preisschwankungen gibt. Man wird also zu manchen Jahreszeiten deutlich mehr als diesen Preis verlangen können, an anderen Tagen dafür jedoch nur etwas weniger.

Kosten

Ein wichtiger Unterschied zur Langzeit-Vermietung ist, dass in diesen 75 Euro pro Nacht alle Nebenkosten enthalten sind. Der Mieter bekommt nach seinem Aufenthalt natürlich keine Nebenkostenabrechnung.

Auch kommen Sie als Vermieter für so gut wie alle Reparaturen am Mobiliar, die über die Zeit auftreten, auf. Diese können auch Freitag abends ganz spontan anstehen, währen ein Mieter zu Gast ist. Manche Mieter entscheiden sich auch, den ein oder anderen Gegenstand mitzunehmen. Auch das sollten Sie beachten.

Auch muss die Wohnung nach jedem Aufenthalt gereinigt und für den nächsten Mieter vorbereitet werden. Dafür können Sie entweder jemanden beauftragen, oder Sie nehmen die Arbeit auf sich selbst.

Auch sollten Sie die Rate an die Bank nicht vergessen. Grundsätzlich raten wir davon ab, Immobilien ganz mit eigenem Geld zu kaufen um die Eigenkapital-Rendite zu erhöhen.

Rechnung

Die Summe aus dem Kaufpreis, der Kaufnebenkosten sowie der anfänglichen Ausstattung, beläuft sich in diesem Beispiel auf 168.000 Euro. Wenn wir mit den 75 Euro pro Nacht eine Auslastung von 50 % über das Jahr unterstellen, was konservativ aber dennoch im realistischen Rahmen ist, kommen wir auf jährliche Mieteinnahmen von knapp 14.000 Euro. Das ergibt eine Mietrendite von etwa 8,3 %.

Diese Zahlen sind natürlich nicht in Stein gemeißelt. Und auch die Kosten sind stark variabel. Sie können jedoch, ganz grob, wenn Sie Ihre Kosten abgezogen haben, bei dieser Immobilie mit einer Nettorendite von etwa 4 % rechnen.

Fazit

Die Ferienvermietung kann ein sehr rentables Investment sein. Jedoch geht damit auch deutlich mehr Arbeit einher, als bei einer „normalen“ Langzeitvermietung. Am Ende kommt die Entscheidung zwischen Kurz- und Langzeitvermietung auf Ihre persönliche Strategie an. Denn beide haben ihre Vor- und Nachteile.

Teile den Artikel

Teilen auf Facebook
Teilen auf Twitter
Teilen auf LinkedIn
Teilen auf Pinterest

Kommentare

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.

Weitere Beiträge