Warum Fassadendämmung NICHT das Beste für‘s Haus ist! 4 große Nachteile und die Alternativen

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Eine Wanddämmung bzw. ein Wärmedämmverbundsystem klingt erst einmal nach einer ziemlich guten und sinnvollen Sache. Was jedoch die großen Nachteile sind, und weshalb, unserer Meinung nach, für die meisten Menschen, ein Wärmedämmverbundsystem nicht interessant ist, das erkläre ich Ihnen in diesem Beitrag.

Wärmedämmverbundsysteme werden gerne gesehen und deshalb bei der Installation auch staatlich durch die KfW mit einem Zuschuss und einem Kredit mit besonderen Konditionen gefördert. Auch Banken sehen so eine Dämmung sehr positiv an, wenn es um den Punkt Finanzierung geht. Und auch bei der Wertermittlung durch einen Immobilienmakler hat sie einen positiven Einfluss. Man merkt also, so ein System ist von der Allgemeinheit gewollt. Jedoch sind die Konsequenzen, die damit einhergehen, nicht wirklich bekannt.

Ich habe mir einmal 4 große Nachteile von Wärmedämmverbundsystemen aufgeschrieben.

1. Kosten der Dämmung

Eine Dämmung ist bekanntlich sehr teuer. Das liegt daran, dass die Herstellung und Installation sehr aufwendig sind. 

Je nachdem, wie gut Ihr Haus schon an anderen Stellen gedämmt ist (dazu komme ich später), kann es also sein, dass Sie die Kosten für die Dämmung erst nach vielen Jahrzehnten, vielleicht sogar gar nicht wieder zurückbekommen.

Auch der Aspekt des Umwelt- bzw. Klimaschutzes ist hier leider nicht so eindeutig. Die Herstellung von Dämmung ist sehr energieaufwendig und auch die Entsorgung als Sondermüll nach Ende der Nutzungsdauer ist nicht gerade umweltfreundlich. 

2. Das Wohlbefinden im Haus

Eine Fassadendämmung ist eine zusätzliche, sehr dichte Schicht, die außen am Haus angebracht wird. Dadurch wird die Luftqualität im Haus merklich schlechter. Denn man kann sich das so vorstellen, als würde man das Haus in eine Plastiktüte einpacken. Die Wand kann nicht atmen, was für gute Luftqualität essenziell ist, die Luft bleibt im Haus und es muss öfter gelüftet werden. Auch entsteht so eine signifikant höhere Schimmelgefahr, was mir im Makleralltag oft begegnet.

3. Brandschutz

Fassadendämmung brennt sehr leicht. Und wenn sie einmal in Flammen steht, ist sie fast unmöglich zu löschen. Das bedeutet, dass wenn einmal ein Teil Feuer fängt, wahrscheinlich nach kurzer Zeit das ganze Haus in Flammen steht.

Dazu muss man sagen, dass die meisten Brände an Häusern im Inneren vorkommen, und nicht an der Außenwand. Dennoch ist es ein Risiko dem man sich bewusst sein sollte.

Dämmung bleibt nicht, wie die Wand an der sie angebracht wird, für immer bestehen. Sie verrottet über wenige Jahrzehnte und muss nach 40-60 Jahren erneuert werden. Spätestens am Ende dieses Zeitraums fallen also zum einen Kosten für die neue Dämmung an. Zum anderen muss aber auch die alte Dämmung entsorgt werden. Das muss über den Sondermüll geschehen und bringt somit noch einmal hohe Kosten mit sich, die von vielen vergessen werden.

Sie sehen also, es gibt einige Punkte, über die es sich zumindest lohnt nachzudenken. Besonders, wenn man berücksichtigt, dass es auch andere Möglichkeiten gibt, den Energieverbrauch sehr effektiv einzudämmen. Durch neue Fenster und die Dämmung von Rollladenkästen, Kellerdecke und Dach beispielsweise wird schon der aller größte Teil der Energie eingespart, der durch Dämmung erreicht werden kann. Ein zusätzliches Wärmedämmverbundsystem bringt also nur noch minimale Verbesserung, zieht gleichzeitig aber einige Konsequenzen mit sich.

Mehr Wärmedämmung ist folglich nicht gleich besser oder energieeffizienter, sondern bringt auch einige Nachteile mit sich, derer man sich zumindest bewusst sein sollte.

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