12 ausschlaggebende Faktoren, für den Wert Ihres Einfamilienhauses!

Grundsätzlich werden Einfamilienhäuser mit dem sogenannten Sachwertverfahren eingewertet. In diesem Verfahren geht es, wie der Name schon verrät, um den Sachwert der Immobilie. Das heißt zum einen das Grundstück sowie alle baulichen Anlagen auf diesem Grundstück werden bewertet und aufaddiert. Das hört sich erst einmal einfach an, hier spielen jedoch genauso wie bei einer Eigentumswohnung viele wertbeeinflussende Faktoren eine Rolle. Zum Blogbeitrag zu den wertbeeinflussenden Faktoren einer Eigentumswohnung kommen Sie hier.

1. Lage und Infrastruktur

Hauptsächlich beeinflussen die Lage drei Faktoren. Zum einen ist die nähere Infrastruktur wichtig. Dazu gehört ein Supermarkt in der Nähe, Geschäfte des täglichen Bedarfs und vielleicht sogar ein kleiner Stadtkern oder eine Innenstadt. Der zweite Punkt ist die Anbindung and das Bus- und Bahnnetzwerk und die Autobahn. Vor allem für Pendler ist das sehr entscheidend.

Und zuletzt ist auch die Schulsituation wichtig, wenn Kinder Teil der Familie sind oder zukünftig mit einziehen wollen. Dabei ist es gut zu wissen, wo der nächste Kindergarten und die nächste Grundschule oder Gymnasium o.ä. ist.

Neben diesen Faktoren ist auch interessant, ob die Immobilie in einer Sackgasse liegt, wo der Verkehr deutlich ruhiger ist und welche Himmels-Ausrichtung sie hat. Das kann zum einen nützlich sein, wenn eine Solaranlage installiert werden soll aber auch um zu wissen ob und zu welcher Tageszeit die Terrasse in der Sonne liegt.

2. Bodenrichtwert und Grundstücksfläche

Für jede Lage gibt es einen sogenannten Bodenrichtwert, der den durchschnittlichen historischen Grundstückspreis pro Quadratmeter angibt. An diesem lässt sich der Wert des Grundstücks sehr gut abschätzen, wenn man die Größe des Grundstücks kennt.

3. Gebäudeart und Bauweise

Ist das Einfamilienhaus freistehend? Oder ist es ein Doppel-, Reihenend- oder Reihenmittelhaus? Außerdem ist interessant zu wissen ob es ein Massiv- oder Fertighaus ist.

Zur Ermittlung des Sachwertes eines Gebäudes werden entweder die Normalherstellungskosten (NHK) oder die gewöhnlichen Herstellungskosten benötigt. Diese geben die durchschnittlichen Baukosten an, die für einen bestimmten Gebäudetyp pro Quadratmeter Fläche anzusetzen sind.

4. Anzahl der Geschosse und Dach

Wie viele Vollgeschosse hat das Haus? Und inwiefern ist das Dach ausgebaut? Oder ist es vielleicht ein Flachdach? All das kann den Wert erheblich beeinflussen.

5. Keller und Kellerausbau

Gibt es einen Keller? Falls ja, ist das Haus voll- oder nur teilunterkellert? Und ist dieser Keller zur Wohnnutzung ausgebaut? Er muss nicht zwingend zur Wohnfläche zählen, sondern einfach vernünftig ausgebaut und beheizt sein. So kann er beispielsweise zu einem Büro umfunktioniert werden.

6. Wohnfläche und Bruttogrundfläche

Die Wohnfläche ist natürlich einer der Hauptfaktoren dafür, wie hoch der Wert des Hauses liegt. Zusätzlich dazu ist aber auch die Brutto-Grundfläche interessant. Die Brutto-Grundfläche ist die Summe der Grundflächen aller Grundrissebenen eines Bauwerks.

7. Vermietet oder eigengenutzt.

Auch die Frage, ob das Haus vermietet oder eigengenutzt ist, ist interessant. Falls es vermietet ist, ist hier natürlich die Angabe der aktuellen Miete pro Quadratmeter notwendig. Falls eine Garage oder ein Stellplatz dazugehört, wird das natürlich mitgezählt. Vermietete Immobilien sind in der Regel etwas weniger wert als eigengenutzte oder leerstehende Immobilien, da hier ein deutlich kleinerer Kreis von Kaufinteressenten infrage kommt.

Wenn das Haus selbst genutzt wird, ist das der Optimalfall, auch aufgrund der Besichtigungen und des Vermietungsabschlages.

Dennoch ist ganz wichtig: Auch vermietete Immobilien können gut verkauft werden. Jedoch spricht der Kauf in der Regel nur Kapitalanleger an und keine Selbstnutzer.

8. Garagenstellplätze und Außenanlagen

Ist auf dem Grundstück eine Garage oder ein Stellplatz vorhanden? Falls ja, wie viele?

Gibt es andere besondere Außenanlagen wie zum Beispiel einen Pool, der gesondert bewertet werden sollte? Oder gibt es stattdessen normale Außenanlagen oder sogar gar keine?

9. Energieeffizienz

Die Energieeffizienz ist besonders heutzutage sehr ausschlaggebend. So ist die Energieeffizienzklassen, die man dem Energieausweis entnehmen kann, recht wichtig. Je näher das Haus an Klasse A ist, desto besser bzw. effizienter und kostensparender ist die Energieversorgung.

Gibt es vielleicht sogar einen Energieeffizienzstandard, auch KfW Standard genannt, der eingehalten wurde? Falls ja, ist das natürlich sehr positiv und mittlerweile auch sehr beliebt. Leider ist dies jedoch oftmals nur bei sehr jungen Immobilien zu finden.

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