Meine 8 Learnings nach 3 Jahren Selbstständigkeit als Immobilienmakler!

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Nach über drei Jahren selbstständiger Immobilienmakler: Was sind meine Learnings, was sind meine Erfahrungen? Das erzähle ich Ihnen hier!

1. Du kennst den Geschmack der anderen nicht.

Glaube niemals, dass du den Geschmack anderer, besonders den deiner Kaufinteressenten, vorhersehen kannst.

Was bedeutet das?

Ich habe gelernt, nie Dinge aus meiner eigenen Perspektive zu beurteilen. Gerade wenn es um Besichtigungen geht, ist es wichtig, das Objekt nicht mit Einflüssen des Geschmacks und der eigenen Meinung zu präsentieren. Man sollte versuchen, das Objekt so neutral wie möglich zu präsentieren und es in einem objektiv guten Licht darzustellen.

2. Glaube erst ein Wort, wenn auch Taten folgen.

Das ist ein Punkt, der für jegliche Person gilt, mit denen ich zu tun habe. Seien es Eigentümer von Immobilien, Käufer oder sonstige Geschäftspartner. Leider reden manche Leute sehr viel, weshalb ich für mich beschlossen habe, so gut wie jede Absprache auf Wiedervorlage zu legen. Ich muss davon ausgehen, dass ich in manchen Situationen wieder nachhaken muss, weil eine Person etwas vergessen oder verlegt hat, oder sonst etwas passiert ist.

Das kann natürlich jedem mal passieren, im Alltag gehen To-dos schnell unter und wir sind alle nur Menschen. Dennoch halte ich es für richtig, grundsätzlich dem hinterher zu sein, da manche Menschen es nicht ganz so verbindlich sind wie andere. 

3. Wer schreibt, der bleibt.

Was meine ich damit? Es bezieht sich ganz klar auf Absprachen mit Kunden.

Als Beispiel: Ich habe ein Telefonat mit einem Kunden. Wir besprechen den Ablauf, bestimmte Terminierungen und ich habe es einfach nicht schriftlich festgehalten.

Was ist mir da schon passiert?

Ich habe mich an die Absprache gehalten, der Kunde nicht. Der Kunde hat aber behauptet, so wäre es nicht gewesen. Und dann hat man den Salat.

Damit das nicht passiert, einfach immer alle wichtigen und relevanten Daten kurz schriftlich per E-Mail oder WhatsApp festhalten. Ganz besonders wichtig sind hierbei Terminbestätigungen. Dass man sich bei Terminen vertut passiert jedem Mal, daher immer schriftlich festhalten, um das Risiko möglichst gering zu halten.

4. Die To-do-Liste ist dein bester Freund.

Wir Immobilienmakler haben natürlich täglich mit zahlreichen Aufgaben und Absprachen zu tun. Wenn ich keine To-do-Liste hätte, würde ich den Überblick ganz schnell verlieren. Es gibt zahlreiche Software-Angebote, die euch diesen Prozess erleichtern (zum Beispiel Microsoft To-do), sodass ihr keine Probleme mit Kunden bekommt.

5. Man kann es nie allen recht machen.

Ja, das ist so eine Standard-Floskel, sie ist aber wirklich wertvoll, wenn man sie beherzigt.

Wir haben natürlich feste Arbeitsprozesse. Wenn dann ein Kaufinteressent beispielsweise einen anderen Prozess von anderen Maklern kennt und sich bei uns deshalb und wegen anderen kleinen Dingen beschwert, können wir das leider nicht groß berücksichtigen.

Ein Beispiel sind Besichtigungstermine. Wir machen es in der Regel, vor allem bei vermieteten Wohnungen so, dass wir nur wenige, fest begrenzte Besichtigungszeiträume haben. Das ist zum einen für uns einfacher, einen festen Ablauf zu haben, zum anderen schützt es die Bewohner der Immobilie und deren Nachbarn.

Jeder hat da eigene Prinzipien, eigene Ansprüche und da muss man sich dann auch selber in Schutz nehmen und den Kunden freundlich auf seine eigene Arbeitsweise aufmerksam machen.

Das heißt natürlich nicht, dass man komplett unflexibel ist und nicht doch einen guten Umgang mit den Kunden, einen guten Kunden-Support hat oder sich auch mal Fehler eingesteht.

6. Planung ist die halbe Miete.

Die Organisation und Vorbereitung der Termine sind elementar wichtig.

Wir müssen die Besichtigungstermine vernünftig takten, die Exposés vorbereiten, wir müssen uns auf das Objekt und alle Fragen der Kunden in allen Bereichen des Verkaufsprozesses vorbereiten. Wir müssen einfach rundum ein guter Berater in allen Bereichen sein, und dafür ist Planung einfach essenziell.

7. Die Menschenkenntnisse wachsen enorm

Das ist eine Sache, die einem privat vielleicht nicht so gut gefällt. In unserem Geschäft lernt man Menschen aus jeglichen Gesellschaftsschichten kennen. Man lernt mit der Zeit zwangsläufig Menschen und deren Verhalten zu analysieren, um sich bestmöglich auf sie einzustellen.

Das mag im ersten Moment sehr anstößig klingen. Das ist es aber nicht, wenn man es in Anbetracht dessen sieht, dass es beim Kauf und Verkauf von Immobilien um wirklich sehr viel Geld geht. Und mit diesen hohen Geldsummen geht natürlich auch ein gewisses Maß an Vertrauen einher.

Auch verbringt ein Makler in der Regel viel Zeit mit den beiden Parteien während des Verkaufsprozesses und da kann es einfach extrem störend sein, wenn sich eine der Parteien nicht an Abmachungen hält oder man kein Vertrauen zu dieser Person aufbauen kann.

8. Immobilien sind ein hoch soziales Geschäft

Obwohl natürlich die Immobilie im Fokus des Geschäfts steht, ist die Immobilienbranche trotzdem eine Branche, in der man sehr viel mit anderen Menschen zu tun hat. Denn es geht hier um Menschen, die miteinander ein (in der Regel sehr großes) Geschäft machen.

Und wie im letzten Punkt schon erwähnt, geht es, wenn es um viel Geld geht, auch um viel Vertrauen. Sowohl die finanzielle, als auch die soziale Komponente müssen einfach stimmen. Es ist auch schon vorgekommen, natürlich immer in Absprache mit dem Verkäufer, dass wir Kaufinteressenten abgelehnt haben, wenn diese ein sehr wenig vertrauenswürdiges Verhalten an den Tag gelegt haben. Auch, obwohl diese die Immobilie zum entsprechenden Kaufpreis gekauft hätten.

Denn wenn es um so viel Geld geht, überlegt man es sich dreimal wem man diese Immobilie verkauft. Und eventuell hat man ja auch bei der Nachbarschaft noch sein Gesicht zu verlieren.

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